Adultismus und Klimakrise – dafür war und bin ich NICHT zu klein

Datum/Zeit
Date(s) - Do 28.11.2019
15:00 ~ 17:00

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Junge Klima-Aktivist_innen stellen öffentlichwirksam die weit verbreitete Annahme in Frage, junge Menschen seien noch „zu klein“ um etwas richtig verstehen zu können, bzw. um etwas in der Welt zu verändern.
Trotz großem allgemeinem Zuspruch stehen sie dabei immer wieder einer fehlenden Bereitschaft gegenüber, sie zu unterstützen. Dies wird nicht nicht selten begleitet von einer Geringschätzung ihres Denkens, der Missachtung ihrer Bedürfnisse und Grenzen und der Herabwürdigung (z. B. durch Verniedlichung) ihres Handelns. Oft wird ihnen gleichzeitig vermittelt, sie seien „die Hoffnung der Zukunft“ wobei sich die (sich hoffnungslos fühlenden Erwachsenen) der aktuellen Verantwortung entziehen.
All dem liegt das allgegenwärtige Dominanzverhältnis Erwachsener gegenüber Kindern und Jugendlichen (Adultismus) zugrunde. Es ist das einzige, in dem sich jede_r im Leben einmal in der unterlegegenen Position befindet. Werden wir älter, wachsen wir aus dieser Position heraus, in eine dominante („Erwachsene“) hinein.
Die hierbei gemachten Erfahrungen wirken weiter und spiegeln sich u.A. wider in anderen Dominanzverhältnissen wie Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Klassismus etc., sowie in persönlichen und politischen Auseinandersetzungen. Gefühle von jungen und „erwachsenen“ Aktivist_innen, wie „Ohnmacht“ und „Hoffnungslosikeit“ im Umgang mit der Klimakrise, können u.A. aus diesen Erfahrungen mit Adultismus rühren.

Die Veranstaltung bietet eine theoretische Annäherung mit Gelegenheit zu Reflektion/Austausch über Probleme und Chancen im Umgang mit der Klimakrise, sowie Self-Empowerment junger (auch junger erwachsener) und „erwachsener“ Aktivist_innen und solcher die es werden wollen.

Dozent: Paul Linde